Mount Inspire - Insights

Google Fotos im Fokus

Die meisten der Mount Inspire Bilder – ganz gleich ob hier auf der Website, auf Instagram oder LinkedIn – sind mit dem Handy aufgenommen und mit Google Fotos bearbeitet worden. Ich möchte Ihnen die Basic Funktionen vorstellen und erörtern, für wen sich der Einstieg lohnt.

Kurzer Ausflug: Smartphone Fotografie 2021

Noch vor ein paar Jahren hätte ich jedem ambitionierten Fotografen zum Kauf einer Kompaktkamera geraten. Gerade in schwierigen Lichtverhältnissen oder bei schnellem Fokuswechsel waren Smartphone Kameras überfordert. Das hat sich mittlerweile geändert. In der Smartphone Oberklasse werden Sensoren und Technik verbaut, die professionelle Fotos ermöglichen. Was noch hinzukommt: Das Handy ist immer dabei, die Bilder sind sofort griffbereit – kein Importieren nötig – und über Cloud Systeme können die Bilder auf dem PC weiterbearbeitet werden. Ich selbst benutze zum Fotografieren nur noch mein Smartphone. Zusätzlich habe ich noch eine Action Kamera für meine Abenteuer im Tiefschnee.

Die Herausforderung liegt nicht mehr darin gute Fotos zu machen, sondern mit Hilfe von Bearbeitungsprogrammen das Beste aus einem Foto herauszuholen. Google Fotos erhielt in der jüngsten Vergangenheit viele nützliche Funktionen, doch lohnt sich der Einstieg? Und wenn ja, für wen?

Google Fotos - Der Überblick

Aus der Bildfunktion von Google+ sowie Picasa entstand 2016 Google Fotos (Quelle: Wikipedia). Größere Aufmerksamkeit erfuhr das Programm zur Speicherung und Bearbeitung von Bildern mit der Ankündigung, dass Nutzer der Google Pixel Smartphones sämtliche Bilder in Originalqualität speichern dürfen – kostenlos versteht sich. Diese Strategie war eine Kampfansage an Apple, deren iCloud nur sehr begrenzt kostenlos ist. Mittlerweile ist das Fotoarchiv für bis zu 15GB an Daten kostenlos. Für mehr Daten ist, ähnlich wie bei der iCloud oder Dropbox ein Abonnement notwendig.

Unter der Lupe - Die Archivfunktion

Als Archiv ist das Programm beinahe unschlagbar. Sämtliche Fotos können einzelnen Alben zugewiesen werden. Durch maschinelles Lernen ist die Suchfunktion sehr treffsicher. Ganz klar, wer Angst wegen seiner Daten hat, für den ist das Program wohl nichts. Ich sehe für mich ganz klar die Vorteile. Denn praktisch sind auch die Archiv und Favoriten Funktion. Bilder aus dem Archiv landen nicht in der Übersicht aller Bilder. So kann man Bilder in gewisser Weise ausklammern ohne sie löschen zu müssen. Die Ansicht der Bilder in Alben ist sehr übersichtlich, sofort findet man sich in den einzelnen Darstellungsoptionen zurecht. 

Besonderheit: Google schlägt aktiv Bilder vor, die eventuell archiviert werden sollten. Screenshots oder handschriftliche Notizen landen in der Vorschlagsliste. Ein Klick und alle Schnappschüsse landen im Archiv. Einzelne Bilder oder ganze Alben lassen sich mit anderen Nutzern teilen. Ich nutze diese Funktion in der Zusammenarbeit mit meinen Kunden. Sie können einfach neue Bilder in ein gemeinsam genutztes Album laden. Perfekt für einen effizienten Workflow. 

Unter der Lupe - Die Bilder Daten

Die Informationen zu den Bildern werden gespeichert und übersichtlich aufbereitet. So erhält man eine schöne Übersicht, von welchem Ort die Bilder stammen und aus welchem Jahr. Ebenso werden die Bilder automatisch kategorisiert und beispielsweise nach „Rucksacktourismus“, „Selfie“ oder „Sonnenuntergang“ gruppiert. Aber auch andere Infos wie Kamera, Linse, Brennweite, Aufnahmedatum, etc. sind für jedes Bild abrufbar. 

Unter der Lupe - Die Bearbeitungsfunktion

Nun ans Eingemachte: Wie gut lassen sich Bilder bearbeiten? Dazu gibt es drei unterschiedliche Reiter:

  • Im Bereich „Optimierung“ gibt es unterschiedliche Filter, die sich über das Bild legen lassen. Farbfilter, Schwarzweiß Filter und Spezialeffekte wie Color-Pop bei Selfies können auf die Bilder angewendet werden. Ähnlich wie bei Instagram können die Filter danach auf einer hunderter Skala abgewandelt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
  • Der Regler dient zur manuellen Bearbeitung der Bilder. Farbwerte, Kontrast und Belichtung können über Regler geändert werden. Mit Hilfe von „Pop“ können selbst langweilige Motive lebendig gemacht werden. Auf dem Handy ist die Bedienung etwas mühsam, mit dem PC klappt es deutlich besser.
  • Abschließend können die Bilder noch ausgerichtet und zugeschnitten werden. Mit Hilfe der Gitternetzlinie ist es möglich, Bilder auf ein Grad genau zu drehen. Auch das Zuschneiden nach eigenen Vorgaben oder festen Proportionen wie 16:9 oder Quadrat funktioniert hervorragend.

Google Fotos ersetzt kein Photoshop und auch Apple Fotos bietet deutlich größeren Funktionsumfang zum Bearbeiten der Bilder. Doch wie oft nutzen Sie den vollen Funktionsumfang wirklich? Für mich ein echtes Highlight: Korrekturen können mit Copy/Paste auf andere Bilder übertragen werden. Für die Definition und Anwendung eines Fotocharakters ein großer Vorteil und nicht selbstverständlich bei einem kostenlosen Tool.

Unter der Lupe - Die Exportfunktion

Beim Export der Bilder kann entweder das Original heruntergeladen werden, oder die bearbeitete Version des Bildes. Es kann jedoch keine bestimmte Bildgröße definiert werden, was wirklich schade ist. Für Websites muss jedes Bild nochmals mit festen Seitengrößen bearbeitet werden, um die Ladezeiten zu minimieren. Es wäre eine echte Bereicherung, wenn vor dem Download die Bildqualität genauer bestimmt werden könnte.

Google Fotos im Workflow

Im Zusammenspiel von Pixel Smartphone / Android Smartphone und Google Fotos zeigt das System seine Stärken. Bilder werden entweder automatisch oder bei aktiver WLAN Verbindung in das Cloud System geladen. Auf mich wirkt es immer wieder wie Magie, wenn ich ein Bild mache und innerhalb von Sekunden erscheint das Bild in Originalqualität auf meiner Desktop Anwendung. Danach nehme ich auf dem PC / Mac die gewünschten Anpassungen vor und gleichzeitig werden die Änderungen auf dem Smartphone sichtbar. So geht keine Zeit verloren und Sie erzielen sehr gute Resultate. Jede Änderung können Sie natürlich wieder rückgängig machen oder die Änderungen als Kopie speichern. Das Original geht nie verloren.

Für wen ist Google Fotos geeignet?

Sie möchten schnellen Zugriff auf Ihre Bilder – egal mit welchem Gerät? Ihnen ist es wichtig, Bilder bearbeiten zu können, ohne viel Zeit mit zu vielen Möglichkeiten zu verlieren? Dass die Maschine Learning Tools von Google Ihre Bilder analysieren stellt für Sie kein Problem dar? Dann ist das System für Sie geeignet. Wenn Sie hingegen die volle Kontrolle über Ihre Bilder wollen – sowohl in der Bearbeitung, als auch in der Speicherung – dann sollten Sie zu den Diensten von Adobe greifen.